Mittwoch, 4. Januar 2012

Sportlicher Schweinehund

Sport macht glücklich - das muss ich zähneknirschend zugeben. Obwohl ich gerne großer Verfechter einer anderen Theorie bin, die sich am Ende auf Sport reimt...

Wie oft liegt mein Herzensmann mir in den Ohren: "Schaaaatz, fahr doch bitte zweimal die Woche zum Sport". Einmal war bisher für mich schon eine Meisterleistung. Mit der Zeit stellte ich aber fest, dass es sich tatsächlich lohnt. Auch wenn ich in der Pilates-Stunde wie ein prustendes Walross auf meiner Matte liege, und wenn andere (scheinbar mühelos) den "nach unten schauenden Hund" machen (ich hasse, hasse, hasse diese Übung) frustriert in mich zusammenklappe. Schlimmer geht aber immer. Denn da gibt es auch noch die "Brücke" - eine Übung vor der ich jedes Mal kapituliere.

Und ja, ich gebe es zu: Wenn unsere Pilates-Trainerin ihren "Rundgang" macht und schaut, ob auch alle die Übung richtig beherrschen, nutze ich ihre kleinen Momente der Unaufmerksamkeit eiskalt aus und gönne mir hinter ihrem Rücken eine kleine Verschnaufspause (ob sie das merkt?). Manche Übungen sind einfach nicht für meinen Körper gemacht. Oder mein Körper nicht für die Übungen. Oder beides...

Dennoch: Wer etwa 80 Prozent des Tages damit verbringt, vor dem PC zu hocken - und dabei mit Sicherheit nicht immer eine gesunde Haltung einnimmt - sollte sich in jedem Fall einen sportlichen Ausgleich suchen. Das ist schon ganz richtig - theoretisch betrachtet.

So kämpfe ich mich (fast) jede Woche durch die Pilates-Stunde. Die Belohnung: weniger Rücken- und Nackenschmerzen. Und irgendwie fühle ich mich zwar wie einmal durch die Mangel gedreht - aber glücklich. Denn, hey - ich habe meinem inneren Schweinehund gezeigt, wo's lang geht. Für dieses Mal...

Ich fahr gleich übrigens zum Sport.

Wirklich!

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