Sonntag, 26. Februar 2012

Süße Sünden: Pralinen

Wisst ihr, was großartig ist? Mit den Fingern tiiiief in warme Schokolade einzutauchen - OHNE dabei schief von der Seite angeguckt zu werden - und dann Finger für Finger langsam und genüsslich abzuschlecken (und die Schoki dabei im Gesicht zu verteilen). Wo man das ungestraft machen kann? Bei einem Pralinen-Kurs der VHS. Den habe ich am Wochenende mit meiner Schwägerin und Schwiegermama besucht - und war hin und weg. 

Mozartkugeln
Innerhalb von knapp zwei Stunden haben wir unter anderem Mozartkugeln, Trüffel und Fruchtkrokant unter Anleitung hergestellt. Die Konditormeisterinnen von "Uwe's Café" in Harpstedt hatten sichtlich Freude daran, uns in ihre süßen Geheimnisse einzuweihen. Die Zutaten waren schon vorbereitet, so dass wir gleich loslegen konnten. Während ich diese Zeilen schreibe, läuft mir gerade wieder das Wasser im Mund zusammen... 

Ich hätte nie gedacht, wie einfach es zum Beispiel ist, Mozartkugeln selbst herzustellen. Man braucht dazu Kuvertüre, Marzipanrohmasse und frisch gehackte Pistazien. Die Pistazien knetet man in die Marzipanmasse ein - bis sie eine hellgrüne Farbe bekommt. Aus der Masse formt man möglichst gleich große Kugeln und drückt mit den Fingern eine Mulde ein. In die Mulde kommt ein kleines Stück Nougat, das dann sofort von der Marzipanmasse umschlossen werden sollte, damit es nicht schmilzt. Sind die Kugeln fertig geformt, muss man sie einmal von allen Seiten leicht mit Schoki einschmieren, dann trocknen lassen - und zum Schluss noch einmal vorsichtig mit einer Pralinenzange o. ä. in die warme Schokolade tauchen für den endgültigen Überzug. Gut abtropfen, damit kein Fuß entsteht und trocknen lassen. Fertig!

Dunkle Schokolade ist am einfachsten zu temperieren. Bei weißer Schokolade ist das "Zeitfenster" für die Verarbeitung so winzig, dass sie als "Königsdisziplin" gilt. :) Eine mögliche Anleitung für das Temperieren von Kuvertüre findet ihr hier.

Aus Backpapier lässt sich eine Spritztüte formen.
Man muss sich übrigens für das Verzieren von Pralinen nicht extra Spritzbeutel zulegen. Es geht auch mit ganz normalem Backpapier. Dafür schneidet man es in (fast) Dreiecke und dreht diese zu einer Tüte. Unten muss die Spitze geschlossen sein. Dann füllt man die Masse für die Verzierung ein, faltet die Tüte oben zu und schneidet unten mit einer Schere ein klitzekleines Stück von der Spitze ab. Mit diesen Tüten könnt ihr dann prima Muster und Buchstaben "malen". Eine Anleitung zum Falten einer Tüte gibt es hier. Aber bitte nicht so viel von der Tüte abschneiden wie im Video...

Zum Schluss darf ich euch noch ein tolles Rezept von "Uwe's Café" verraten. :)

Fruchtkrokant

Zutaten:
175 g Zucker
100 g Butter
50 g Honig
100 g Mandeln (gehobelt)
100 g Mandeln (gehackt)
25 g Pistazien (gehackt)
100 g rote Belegkirschen
(die Mandeln vorher leicht rösten)

Zubereitung:
Den Zucker in einem Topf unter Rühren schmelzen lassen. Butter und Honig kurz in der Mikrowelle erhitzen, zum Schmelzzucker geben und so lange verrühren, bis die Masse bindig ist. Die restlichen Zutaten unterrühren und gut miteinander vermengen. Die Masse in einen Rahmen füllen und verstreichen - das ganze kühl stellen und fest werden lassen. Die feste Platte vorsichtig zerteilen. 

So schmecken die Stückchen schon sehr lecker. Wer mag, kann sie aber noch mit Schokolade "pimpen". Dafür taucht man die Stückchen vorsichtig auf einer Gabel in die flüssige Schokolade bis kurz vor die Oberkante.


Viel Spaß beim "Nachmachen" und natürlich beim Vernaschen :o)

1 Kommentar:

  1. Och wie schön. Pralinen selber machen! Das ist ein Traum, den man so im Hinterstübchen hat :) irgendwann muss ich das auch mal ausprobieren. Ich mag Pralinen. Ich trau mich nie welche zu kaufen. Weil sie im nu verschwunden sind. Und weil das ja so eine Sache ist mit dem Geschmack. Ich habe da so meine Lieblingle, die gibt es zum Glück nicht so oft. Wenn man nun welche selber macht, wo soll das hinführen? Ich würde an der Quelle sitzen und recht munter mapfen und mapfen. Oder man ist kuriert. Wenn man schon beim Machen so viel kostet und probiert und schlemmt ... so dass man die fertigen Pralinen erst mal iegen lässt, weil man schon »satt« ist.

    Danke für deinen Kommentar :) ja der Vogel, der so melancholisch den Abend entgegen blickt, gefällt mir auch. Dein Stadtblick ist auch schön. Erinnert mich ans MM in Leipzig (habe da mal gewohnt). Hin und wieder gings aufs »MM« zum Weitblicken und Fotografieren :)

    Liebe Grüße und bis balde . Tabea

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